Apelt, Andreas H.: Hannahs Verlies

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Verkaufspreis20,00 €

Beschreibung

Andreas H. Apelt
Hannahs Verlies
Roman


2. Auflage
480 S., Br., 140×215 mm
ISBN 978-3-96311-329-1

Erschienen: Juli 2021


Wenn Schuld und Sühne ein Leben zerstören

Vielleicht, so dachte er, war Gott doch tot. Erschlagen bei den Kämpfen um Breslau, verhungert auf einer Kellerstufe im Lager von Ketschendorf, erfroren im zugigen Viehwaggon gen Osten oder in einer einsamen sibirischen Winternacht, in der der Wind um die Baracken heulte.

Winter 1945. Um sie vor marodierenden Soldaten und einer drohenden Vergewaltigung zu schützen, mauert ein Fünfzehnjähriger seine Schwester im Keller eines Bauernhauses ein. Dann wird er verhaftet. Während er sich noch der ersten Deportation durch Flucht entziehen kann, erlebt der Kindersoldat in verschiedenen Fronteinsätzen die Gräuel des Krieges hautnah mit. Sein Versuch, sich zum Heimatdorf durchzuschlagen misslingt letztendlich kurz vor dem Ziel …
Andreas H. Apelt erspart seinem Helden nichts: Er durchleidet das Kriegsende und die sowjetische Kriegsgefangenschaft in all den schrecklichen Facetten und kann nie mehr ein normales Leben führen. So erschütternd, dass einem beim Lesen der Atem stockt.

Autor

Andreas H. Apelt, geb. 1958 in Luckau/Brandenburg, gelernter Forstarbeiter, vor und nach dem Studium der Geschichte/Germanistik Arbeit in verschiedenen Berufen, Promotion Politikwissenschaft. Autor und Herausgeber zahlreicher Romane und Sachbücher zur DDR-, NS- und Zeitgeschichte, u. a. zuletzt im Mitteldeutschen Verlag erschienen »Pappelallee« (2014), »Hitlers letzte Armee: Kinder und Jugend­liche im Kriegseinsatz« (2015).

Pressestimmen

»Ein Buch über ein unglaublich tragisches Schicksal, das unzählige Jugendliche so oder ähnlich erleben mussten, und lange niemand ihre Geschichten hören mochte.«
Sybille Krägel, UOKG-WOCHENRÜCKBLICK, 4.2021

»Ein empfehlenswerter Roman.«
Karl Foitzik, Der evangelische Buchberater, 4.2020

»Der wuchtige Roman erspart einem nichts - nicht die Abgründe der jüngeren Geschichte, nicht die langandauernden, zerstörerischen Auswirkungen auf das Leben des Einzelnen. Aber schließlich erzählt er auch von dem Trost wiedergewonnenen Glaubens.«
Das Magazin, Erhard Schütz, Januar 2021

»Mit ›Hannahs Verlies‹ hat Andreas H. Apelt einen sowohl fulminanten als auch sehr emotionalen Antikriegsroman geschrieben, der den Leser von der ersten Zeile an zu fesseln vermag.«
Dresdner Neueste Nachrichten, 12. November 2020

»Es liegt uns ein unbedingt lesens- und empfehlenswerter Roman vor, der dem Leser indes auch viel an Vermögen, in die Abgründe und Leidenszumutungen der menschlichen Geschichte zu blicken, abverlangt, der aber zugleich allzu einseitig gezeichnete und moralisch vorfixierte Bilder dieser Geschichte im 20. Jahrhundert lebensnah, realistisch und differenziert vervollständigt.«
Anton Sterbling, Banater Post, 15. September 2020

»In dem neuen Roman hat Apelt die Erinnerungen mehrerer Zeitzeugen verwoben, die die letzten Kriegsjahre hautnah erlebt haben. Das gibt dem Buch eine kaum aushaltbare Dramatik, zeigt das Kriegsende in all seinen schrecklichen Facetten, sodass beim Lesen der Atem stockt.«
Ida Kretzschmar, Lausitzer Rundschau, 1. September 2020

»Für den nachgeborenen Leser bietet der Roman eine der letzten großen Gelegenheiten, diesen bald aus der Zeitzeugenschaft entlassenen Teil der Geschichte in sein Gedächtnis aufzunehmen. Aufnehmen als Übernehmen.«
der Freitag - Die Wochenzeitung, 13. August 2020

»Ein großer Roman darüber, wie ein nicht mehr fassbares Maß an Leid einen Menschen verstummen lässt und zerbricht.«
Michael Hametner, MDR Sachsen. Das Sachsenradio, 6. Juli 2020

»Fesselnd und erschütternd, ein wichtiger, sehr empfehlenswerter Roman.«
ekz-Informationsdienst, 31. August 2020

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