Paetzke, Hans-Henning: Heimatwirr

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Verkaufspreis16,00 €

Beschreibung

Hans-Henning Paetzke
Heimatwirr
Roman

320 S., Br., 135 × 210 mm
ISBN 978-3-96311-184-6

Erschienen: April 2019


Von Angepassten und Unangepassten

Ein Mann verlässt Familie und Geliebte, um sich in West-Deutschland als literarischer Übersetzer zu etablieren. Schließlich holt er seine Frau Gizella und seinen Sohn Bence nach, der als Neunjähriger bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Plötzlich taucht Rosa, die Tochter seiner Geliebten, auf, die aus einem Ostberliner Kinderheim kommt und auf der Suche nach ihrem Vater ist. Sie beginnt Bences Platz einzunehmen und entwickelt sich zum Störfaktor …
In seinem neuen Roman lässt Hans-Henning Paetzke das autobiografische Moment in den Vordergrund treten, das sich mit dem Leben der anderen verbindet – von kommunistischen Tätern und Opfern aus Ungarn und der untergegangenen DDR, von Spitzeln und Bespitzelten, von Angepassten und Unangepassten.

Autor

Hans-Henning Paetzke, geb. 1943 in Leipzig, literarischer Übersetzer, Herausgeber, Journalist und Schriftsteller. Ausbildung als Schauspieler, 1963/64 Gefängnishaft wegen Wehrdienstverweigerung, Studium der klassischen Philologie, Germanistik und Psychologie, 1968 Emigration nach Ungarn, 1973 nach Frankfurt a. M., 1981–1985 persona non grata in der DDR und 1985–1988 in Ungarn, 1994 Rückkehr nach Budapest. 2017 erhielt Hans-Henning Paetzke den Janus-Pannonius-Übersetzerpreis.

Pressestimmen

»Höchst lesenswert sind die Prosa-Verarbeitungen der dramatischen Wirren um Paetzke und seine alte Heimat DDR.«
Detlef Färber, Mitteldeutsche Zeitung, 15. November 2019

»›Heimatwirr‹ bildet und ist ein abwechslungsreiches, sprachmächtiges Lesevergnügen.«
Mario Kluge, Budapester Zeitung, 18.–24. Oktober 2019

»Gerade weil Paetzke so genau hinschaut, lernt man eine Menge über das ›Jahrhundert der Diktaturen‹ und das, was diese Diktaturen mit den Menschen machten, und was die Menschen mit sich machen ließen.«
Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung, 10. Juni 2019

»Künstler, Lebenskünstler, Spione, Emigranten, Denunzianten, ein sibirischer Wunderheiler, der seinen Astralleib auf die Reise schickt – ›Heimatwirr‹ bildet und ist ein abwechslungsreiches, sprachmächtiges Lesevergnügen.«
Mario Kluge, Stimme der DDR, 9. Juni 2019

Leserstimmen

»(…) inzwischen habe ich mich in Deinen Roman vertieft und gratuliere zu dem schönen Ergebnis. Mir ist so, Dein Stil habe sich gegenüber dem Vorgänger sogar noch verbessert. Ich erkenne eine klare Erzähltradition, wie sie viele jüdische Autoren aufweisen, das Erlebte in wohlklingende Sprache zu kleiden, mit einem reichen Geflecht von Schicksalen aufzuwarten und dabei den jeweiligen historischen Hintergrund sichtbar werden zu lassen. So reiht sich Heimatwirr in die Phalanx der Auskünfte jüdischer Schicksale ein. Besonders ergreifend dabei die Zerrissenheit des Erzähler-Ichs als Bürger eines deutschen Staatsgebildes beim Wahrnehmen der jüdischen Familientradition. Und das persönliche Geschick, den Verlust von Familienmitgliedern zu beklagen.«
Peter Gehrisch, Oktober 2019