Franke, Albrecht: Christa Johannsen – ein erfundenes Leben

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Verkaufspreis16,00 €

Beschreibung

Albrecht Franke
Christa Johannsen – ein erfundenes Leben
Ein Schriftstellerinnenleben im 20. Jahrhundert

392 S., Br., 135×210mm, s/w-Abb.
ISBN 978-3-96311-246-1

Erschienen: Oktober 2019


Die Schriftstellerin Christa Johannsen (1914–1981) war in der DDR etabliert: mit zahlreichen Veröffentlichungen, diverse Auszeichnungen, der Mitarbeit im Schriftstellerverband und in der CDU. Sie engagierte sich für eine Literatur ohne Bevormundung und den literarischen Nachwuchs, leitete »Zirkel schreibender Arbeiter« und in den frühen 1970er Jahren die Gruppe »Junge Prosaisten«.
Einer ihrer damaligen Schüler, Albrecht Franke, hat ihrem Leben nachgespürt und dabei festgestellt, dass er seine einstige Lehrerin überhaupt nicht kannte. Er stößt u.a. auf Texte aus der NS-Zeit, einen höchst zweifelhaften Doktortitel, politische Lobhudeleien in der DDR und unter Pseudonym veröffentlichte Gegenreden im Westen.
Franke entwickelt eine ebenso ungewöhnliche wie typische Biografie des 20. Jahrhunderts. Einen tragikomischen Lebenslauf zwischen Verbergen und Anpassen, aber ebenso zwischen Aufmucken und unkonventionellem Lebensstil. So entsteht nicht nur die Erzählung eines Lebens, sondern eine Geschichte der Literatur des früheren Bezirkes Magdeburg, der DDR und Deutschlands.

Autor

Albrecht Franke, geb. 1950, nach Schule und Studium Lehrer in Wanzleben (Börde). In den siebziger Jahren ist er Mitglied einer von Christa Johannsen geleiteten Gruppe »Junge Prosaisten« in Magdeburg. Seit 1977 in Stendal, tätig als Schriftsteller und Lehrer. Von 1991 bis 2013 Lehrer am Winckelmann-Gymnasium Stendal. Franke schreibt Romane und Erzählungen, zuletzt Texte in Anthologien und Literaturzeitschriften. Im Mitteldeutschen Verlag erschien 2014 der von ihm herausgegebene Band »Der Krieg brach wirklich aus. Gespräch mit und über Edlef Köppen«.

Pressestimmen

»Franke besticht als akribischer Rechercheur, als intensiver Spurensucher, als Mann, der viele Zeit- und Lebensgefährten aufspürt und befragt.«
Uwe Kraus, Mitteldeutsche Zeitung, 27. September 2019

»Wie bei jeder – guten – Biografie geht es dem Verfasser nicht vordergründig um das pure Dokumentieren von Lebensstationen. Es geht ihm um das Aufspüren von Widersprüchen und dem eigentlichen in der Person, der er sich widmet.«
Nora Knappe, Volksstimme, 5. September 2019