Ehmke, Jochen: Knochenjob und Datschenglück

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Verkaufspreis24,00 €

BESCHREIBUNG

Jochen Ehmke
Knochenjob und Datschenglück
Fotografien 1970–95
Bild-Text-Band
Vorwort von Helmut Brade

144 S., geb., 220 x 260 mm
ISBN 978-3-89812-834-6

 

Fotografien aus dem Alltag in der DDR und der frühen Nachwendezeit mit kommentierenden Texten des Fotografen

Jochen Ehmke hat die entscheidenden Jahre seines Lebens in der DDR verbracht. In dieser Zeit entstand auch dieses fotografische Werk. Die besondere Faszination seiner Bilder beruht auf der Unaufgeregtheit seiner Sehweise. Sein eigenartiger Gleichmut, der wahre Entrüstung oder gar Hass nicht kennt, schafft umso mehr die glasklare Bestandsaufnahme einer Epoche, die nicht von außen, sondern gewissermaßen von innen erlebt worden ist.
Die Fotografien Jochen Ehmkes zeugen von Achtung und Liebe zu den Menschen und zeigen auf eine unaufdringliche Weise deren unverschuldetes Schicksal in einer konfliktreichen Zeit, die sie ausharren ließ oder privat zu oft schmerzhaften Entscheidungen trieb. Heute wirken diese Fotos besonders deshalb, weil man ihnen als Dokumenten voll vertraut. Sie sind erheiternd und erschreckend wahr, das Geschenk eines sensiblen Zeitgenossen mit wachem Blick.

Fotograf

Jochen Ehmke, geb. 1936; absolvierte eine Dreherlehre und war Montageschlosser; nach einem Studium der Werkstofftechnik und Metallografie arbeitete er als Forschungsingenieur, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter einer Technischen Kontrollorganisation; ab 1985 ist er freiberuflich als Fotografiker tätig; seit 1994 hat er einen Lehrauftrag für Fotografie an der Hochschule Merseburg (FH).

Pressestimmen

»Die Fotos von Jochen Ehmke haben meine Gedanken und Gefühle überwältigt. Sie zeichnen ein Bild des Lebens in Merseburg und Umgebung in Schwarzweiß-Fotos, das das geniale und sensibel wahrnehmende Auge eines Fotografen verrät.«
Martin Weskott, Der Medienbrief, 1/2-2012 und Dritte Welt Materialien, Ausgabe 145/146

»Jochen Ehmke war und ist ein kritischer Zeitgenosse und ein ›leiser‹ Fotograf. Seine Porträts von Arbeiterinnen bei VEB Aluminiumfolie Merseburg und den Frauen und Männern im Tagebau Wallendorf sind so dezent wie der Blick auf zugemauerte Fenster und Türen und zusammengebrochene Häuser oder den ›Lenin am Gotthartteich‹, der nach Osten zeigt. Manchmal glaubt man in den Bildern die gewaltige Umweltverschmutzung und die Gesundheitsbelastung für die Bevölkerung sehen zu können.«
Kommune. Forum für Politik, Öknonomie, Kultur, 6/2011

»Die Schwarz-Weiß-Aufnahmen aus den Jahren 1970 bis 1995 treffen den Nerv der Betrachter. Ehmkes Bilder laden förmlich ein zur Beschäftigung mit dem Damals. Ehmkes Fotos wirken durch sich selbst. Da ist nichts gestellt, nachbearbeitet oder beschönigt. Die Porträts wiederum zeigen allseits bekannte Merseburger. Und eigenartig - anders als in Schwarz-Weiß könnte man sich die Fotos gar nicht vorstellen.«
Mitteldeutsche Zeitung (Merseburg/Querfurt), 8. November 2011

»Jochen Ehmkes Band zeigt jenes Bild von DDR-Wirklichkeit, das einem vielleicht heute einprägsamer als damals wird: das Verfallene, Dürftige in den Facetten von Grau und zugleich die glücklichen Momente, die es immer wieder gab.«
neues deutschland, Beilage zur Frankfurter Buchmesse, 12. – 16. Oktober 2011

»In noch stärkerem Maße als in Leipzig war die historische Altstadt im benachbarten Merseburg dem Verfall preisgegeben. Jochen Ehmkes Aufnahmen aus dem Merseburger Zentrum im Allgemeinen und der Gotthard-Straße im Speziellen belegen das eindrucksvoll. Die Begleittexte Jochen Ehmkes sind erfreulicherweise ebenso lakonisch wie kritisch.«
Das Blättchen – Zweiwochenschrift für Politik, Kunst und Wirtschaft, 19. September 2011

»Es ist die DDR im Kleinen, festgehalten in unzähligen Momenten des alltäglichen Lebens. Das Buch hat dank der unterschiedlichen Formate und Anordnungen der Fotos einen ganz eigenen Rhythmus. Wer nur schnell durchblättern will, sieht die Bilder. Für den, der länger verweilen möchte, sind Texte beigestellt. Allen Bildern ist eines gemeinsam: Sie sprechen jedes für sich, auch ohne Text.«
Mitteldeutsche Zeitung, 10. September 2011

»Ungeschminkt und in Schwarzweiß bewahren seine Fotos eine vergangene Welt.«
Bild Halle, 3. September 2011